Abschied muß man üben

Keinen Tag verschenken
es kann der letzte sein
jede ungelebte Stunde
wirst du noch bereun
jeder Sonnenuntergang
färbt die Erde rot
wir sitzen vor dem Wasserfall
im selben lecken Boot

Menschen

Warum machen sie die Augen zu - wo getötet wird?
Warum sagen sie es ist schwarz - wenn es weiß ist?
Warum leben sie in Völlerei - wenn andere Hungern?
Warum nehmen sie Kindern - Väter und Mütter?
Warum lügen sie - um ihren Vorteil willen?
Warum sind sie freundlich - wenn sie dir nicht wohl gesonnen sind?
Warum vergehen sie sich an Kindern – die so klein sind?
Warum sehen sie weg - wenn jemand ihre Hilfe braucht?
Warum können nur Menschen unterscheiden - was gut oder böse ist?

Warum sind Menschen trotzdem so?

Lied der Freundschaft

nicht selbst gedichtet, finde es aber schön den es sagt viel aus.

Der Mensch hat nichts so eigen,
So wohl steht ihm nichts an,
Als daß er Treu erzeigen
Und Freundschaft halten kann;
Wann er mit seinesgleichen
Soll treten in ein Band,
Verspricht sich, nicht zu weichen
Mit Herzen, Mund und Hand.

Die Red' ist uns gegeben,
Damit wir nicht allein
Für uns nur sollen leben
Und fern von Leuten sein;
Wir sollen uns befragen
Und sehn auf guten Rat,
Das Leid einander klagen,
So uns betreten hat.

Was kann die Freude machen,
die Einsamkeit verhehlt?
Das gibt ein doppelt Lachen,
Was Freunden wird erzählt;
Der kann sein Leid vergessen,
Der es von Herzen sagt;
Der muß sich selbst auffressen,
Der es geheim sich nagt.

 

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